holger koschek agile coach 2

Erfahrungsbericht – Remote Agile Coaching mit Holger

Auf linkedin teilen
Auf twitter teilen
Auf facebook teilen
Auf email teilen

Erfahrungsbericht – Das Format

Wie wird Echometer eigentlich in der Praxis eingesetzt? Und von wem? Diese Fragen wollen wir in einer Reihe von Echometer-Erfahrungsberichten beantworten. Dazu interviewen wir für dich einige unserer Nutzer.

Steigen wir gleich mit dem Echometer-Erfahrungsbericht von Holger Koschek ein. Holger ist Agile Coach und nutzt Echometer unter anderem bei seinem Kunden Frontastic – eine „Remote Native Company“.

 

Der Interviewpartner

Jean: Holger, wir freuen uns, dass Du bei diesem Format dabei bist! Stell dich gerne einmal für unsere Leser vor.

Holger: Hallo! Ich bin Holger Koschek. Als freiberuflicher Berater, Trainer und Coach arbeite ich mit Menschen in unterschiedlichsten Rollen daran, deren Projekte und Organisationen voranzubringen. Fortschritt ist mein erklärtes Ziel, denn nur wer voranschreitet kann etwas verändern. Meine agile Grundhaltung hilft mir, die geeigneten Ansatzpunkte für Veränderung zu finden. Die Lösung heißt deswegen aber nicht automatisch Agil, Scrum oder Kanban.

Oft begleite ich Unternehmen, die ihr Zusammenarbeitsmodell überdenken und überarbeiten wollen, um ihren Wertbeitrag für die Kunden zu steigern. Auf diesem Weg habe ich Thomas Gottheil kennengelernt. Anfang des Jahres hat Thomas mich gebeten, sein neues Unternehmen Frontastic als Agile Coach zu unterstützen. Frontastic ist eine „remote-native company“: Alle KollegInnen arbeiten über ganz Europa verteilt im Home Office. Unter normalen Umständen treffen sie sich aber mindestens einmal im Quartal persönlich, um die soziale Bindung zu stärken.

 

Erfahrungen mit agilem Arbeiten

Jean: Wie lange spielt für dich agiles Arbeiten schon eine Rolle?

Holger: „Offiziell“ seit 2008 – da wurde ich zum Certified Scrum Master ernannt. Ich habe auch zuvor interdisziplinär, fokussiert und priorisiert gearbeitet. Für mich bedeutet agiles Arbeiten mehr als die zielgerichtete Anwendung agiler Methoden. Es ist eine Denk- und Arbeitsweise, die Dynamik als Normalfall akzeptiert und durch einen guten Mix aus Struktur, Flexibilität und Disziplin dafür sorgt, dass ich in solch dynamischen Lagen handlungsfähig bleibe.

Jean: Und mit welchen Teams arbeitest du genau zusammen?

Holger: Die Teams, mit denen ich gearbeitet habe und aktuell arbeite, könnten unterschiedlicher gar nicht sein: von Konzern bis Startup, von Management bis Sachbearbeitung, von Softwareprodukt bis Geschäftsmodell, von gemeinsamen Projekträumen bis weit verteilt im Home Office, von agilen Einsteigern bis alten Hasen, von Flugzeugwartung bis Verlag.

Bei allen Unterschieden gibt es aber mindestens zwei wesentliche Gemeinsamkeiten: Die Teams schätzen ausnahmslos das interdisziplinäre Arbeiten. Und sie sind es gewohnt, im Rahmen von Retrospektiven ihre Arbeitsweisen zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen.

Aktuell arbeite ich parallel für mehrere Kunden in unterschiedlicher Intensität als externer Agile Coach.

 

Remote arbeiten als Agile Coach während Corona

Jean: Was hat sich durch Corona für deine Arbeit als Agile Coach geändert?

Holger: Erstaunlicherweise nicht viel. Meine Teams haben es geschafft, ihre Zusammenarbeit sehr schnell von „vor Ort“ auf „Remote“ umzustellen. Bei Frontastic war eine Anpassung der Arbeitsweise gar nicht erforderlich, da das Unternehmen wie gesagt „remote-native“ arbeitet.

Ich war zu Beginn skeptisch, ob ich meine Rolle auch dann gut ausfüllen kann, wenn ich keinen direkten Kontakt zu den Menschen habe. Die Skepsis ist mittlerweile verflogen. Obwohl ich einige Frontastic-KollegInnen noch nie persönlich getroffen habe, ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Das liegt vor allem am wertschätzenden Umgang miteinander, aber auch an den gemeinsamen Zielen.

Jean: Wie hast du anfangs auf die neuen Umstände reagiert? Was hast du dir vorgenommen?

Holger: Mir war schnell klar, dass wir noch mehr Sorgfalt auf die Zusammenarbeit verwenden müssen. So entstand bei einem meiner Kunden eine Sammlung von Prinzipien und Tipps für Online-Meetings. Da ich nicht mehr direkt sehen kann, wer für ein spontanes Gespräch verfügbar ist, müssen die elektronischen Kalender und der Status in den verschiedenen Kommunikationswerkzeugen gut gepflegt sein. Anstatt Termine in langen Mail-Threads abzustimmen, ist es beispielsweise effizienter, die Funktion „Neuen Termin vorschlagen“ des elektronischen Kalenders zu nutzen. Nicht alle Teammitglieder kannten diese Funktion. Bei der Nutzung von Werkzeugen wie Microsoft Teams oder Zoom gab es Berührungsängste, die ich durch Kurztrainings abgebaut habe.

Mut, Eigenverantwortung und Selbstorganisation sind gerade unter den gegebenen Umständen besonders wichtig. Um diese Eigenschaften zu fördern, braucht jedes Teammitglied seine ganz individuelle Dosis an Unterstützung.

Jean: Was sind jetzt deine Erkenntnisse basierend auf den bisherigen Erfahrungen?

Holger: Wir Menschen sind zu mehr fähig, als wir je gedacht haben. Auf der anderen Seite werden unsere persönlichen Grenzen jetzt schonungsloser sichtbar. Für Agile Coaches gibt es demnach viel zu tun …

Erfahrungsbericht

Echometer in verteilten Teams

Jean: Kommen wir zum Echometer-Erfahrungsbericht. Wie genau hilft dir Echometer in der Remote Zusammenarbeit mit Teams?

Holger: Echometer liefert mir den roten Faden für die Retrospektive, ohne sich dabei als Werkzeug in den Vordergrund zu drängen. Durch die Vorauswahl von offenen und geschlossenen Fragen kann ich der Retrospektive einen thematischen Rahmen geben. Außerdem gehen alle Teammitglieder, die an der Umfrage teilgenommen haben, vorbereitet in die Retrospektive. Die Organisationsfragen eignen sich gut als mittel- und langfristiges Stimmungsbarometer. Und die gemeinsam in der Retrospektive erarbeiteten Maßnahmen haben endlich eine Online-Heimat gefunden.

Jean: Was wären die Herausforderungen bei Remote Retros ohne Echometer?

Holger: Ich müsste selber dafür sorgen, dass sich alle Teammitglieder gut auf die Retrospektive vorbereiten. Das spontane Diskutieren und synchrone Nachhalten der (Zwischen-)Ergebnisse ist online mitunter schwierig. Wenn allen Teilnehmern die Fragen im Vorfeld bekannt sind, sind die Diskussionen zielgerichteter. Das birgt die Gefahr, dass wesentliche Themen, die nicht durch die vorbereiteten Fragen abgedeckt sind, auf der Strecke bleiben. Ich notiere solche Themen für alle sichtbar mit Hilfe der Notizfunktion von Echometer. Abhängig von der Dringlichkeit des Themas öffne ich den Raum für die Diskussion dieses Themas oder nehme es als Kandidat für die nachfolgende Retrospektive mit.

Der umfangreiche Fragenkatalog mit seinen Kategorien hilft mir, der Retrospektive einen thematischen Rahmen zu geben. Das reduziert die Gefahr, wesentliche Aspekte für die Zusammenarbeit in Teams unberücksichtigt zu lassen.

Ohne Echometer müsste ich mit mehreren Werkzeugen jonglieren, um die Diskussion zu moderieren, Zwischenergebnisse festzuhalten, Maßnahmen daraus abzuleiten und diese nachzuhalten.

Ablauf der Retros mit Echometer

Jean: Wie laufen die Remote Retros mit Echometer?

Holger: Strukturiert. Mir gefällt das, weil ich ein strukturierter Mensch bin. Ich habe das Gefühl, dass auch die Teams von dem klaren Rahmen profitieren, den Echometer schafft. Trotzdem können die Teams offen und in alle Richtungen diskutieren. Als Moderator sehe ich jederzeit, wie weit wir in der Retrospektive fortgeschritten sind, und ich habe die Uhr im Blick – das hilft beim Zeitmanagement. Ich habe übrigens nicht das Gefühl, dass Online-Retrospektiven länger sein müssen als Vor-Ort-Retrospektiven.

Jean: Was möchtest du sonst noch gerne unterbringen?

Holger: Ich bin froh, Echometer kennengelernt zu haben. Mittlerweile nutze ich das Werkzeug erfolgreich in einem weiteren Kundenprojekt. Das Echometer-Team ist hilfsbereit und offen für neue Ideen, die schnell umgesetzt werden. So macht das „Digital Agile Coaching“ Spaß. Danke!

Die Ergebnisse

  • Remote Retrospektiven einfach vor- und nachbereiten
  • Teams interaktiv in Retrospektiven mit einbeziehen
  • Fortlaufende Sichtbarkeit des Wohlbefindens der Teams
  • Nichts geht verloren dank des fortlaufenden Maßnahmentrackings

Das war’s auch schon – wir hoffen dieser Erfahrungsbericht war aufschlussreich und hat einige spannende Denkanstöße für dich!

Falls du auch Interesse hast, Echometer zu testen, nutze die Gelegenheit, mit einem kostenlosen Demo Account zu starten!

PS: Du nutzt Echometer bereits und möchtest auch einen Erfahrungsbericht bereitstellen? Dann melde dich gerne bei Jean 🙂

Unser Interviewpartner

Holger Koschek

Holger Koschek

Agile Coach | Homepage

Auf den Punkt

Weitere Artikel

Jetzt selber loslegen?

Team-Retros mit Echometer kostenlos testen & agiles Arbeiten in deiner Organisation vorantreiben.